Gruppenreisebericht 2019

Nach Turbulenzen in der Vorbereitung (Condorflug) erreichte die Gruppe pünktlich am 27.09.2019 morgens Mombasa. Diesmal nahmen 15 Personen an der Reise teil. Der jüngste Teilnehmer war Kollja im Alter von 3 Jahren.

Die Regenzeit hat in diesem Jahr lange angehalten, so dass viele Aktivitäten im Regen stattfanden. Neben den schönen Dingen, die wir als Gruppe unternommen haben, Segeltörn, Besuch Schnitzerdorf, Essen auf einem schwimmenden Restaurant, Besuch einer Behindertenwerkstatt sowie der obligatorische Gottesdienst, haben wir sehr viel erreicht. Wir gründeten einen kenianischen Verein (NGO) gegründet. Der Verein hat 34 Mitglieder. Der Vorstand besteht aus John Mbuti, Dr. Judith Flowers, Peter Chege, Rosel Knödler und Udo Baumgärtner und Alexander Masha. Zurzeit gibt es Schwierigkeiten, da der Kenianische Staat die Registrierung neuer NGOs erschwert hat. Viele Somalier und Araber haben NGOS gegründet und damit Geldwäsche betrieben. Darum prüft der Kenianische Staat sehr lange die Registrierung. Das kommt vor allem den korrupten Staatsbeamten zu gute. Für 1000 € hat man uns angeboten, den Vorgang der Registrierung zu beschleunigen. Das machen wir natürlich nicht.

Auch haben wir uns viele Grundstücke angesehen, die für unser Vorhaben eines Schulneubaus in Frage kommen. Mit Zwei Vertretern der Arabischen Eigentümer von Grundstücken haben wir verhandelt und beide verlangten für ein Grundstück von 4000 m² eine Summe von 160000€. Dieser Preis resultiert von den großen Erwartungen, dass die Chinesen viele Grundstücke mit hohen Summen aufkaufen.

Diese Verhandlungen haben wir abgebrochen. Zurzeit sind wir im Gespräch mit einer Kenianerin, die über ein sehr interessantes Grundstück von 4000 m² mit Papieren verfügt. Sie möchte hierfür 80000 €. Dank unseres Eigenkapitals und einer großzügigen Spende der Bauder-Stiftung fehlen uns hierfür noch ca. 20000€. Ein großes Problem ist, dass der Kenianische Verein registriert sein muss, um das Grundstück zu erwerben und da hapert es zurzeit aus beschriebenem Grund. Die Eigentümerin hat uns eine Zusage über diese Summe bis Ende Oktober gegeben.

Die Situation an der Schule ist weiter sehr beunruhigend. Frau Wado bezahlt wieder keine Gehälter an die Lehrer, somit gibt es ist eine große Fluktuation. Auch haben 100 Kinder die Schule verlassen. Das ist dann das Resultat der ständigen Lehrerwechsel. Die durch unseren Verein geförderten Kinder besuchen aber alle weiterhin die Schule. In diesem Jahr gibt es schon den dritten Schulleiter. Die anderen wurden entlassen. Das trägt nicht zu einer Stabilisierung der Situation bei, da die Qualität des Personals immer schlechter wird. Dies alles bestärkt uns, den von uns eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Das große Schulfest war natürlich für alle wieder das Highlight dieser Reise. Jeder Mitreisende gab 50€ für das Fest und somit wurde Fußball gespielt, gesungen, getanzt, geschminkt, gebastelt, Film gesehen und vor allem gegessen und getrunken. Es war einfach für alle Beteiligten ein großartiges und schönen Fest.

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