Wir sind wieder aus Kenia zurück. Es war eine anstrengende, aber auch fruchtbringende Reise. Am Montag früh gelandet, haben wir uns gleich am Nachmittag mit dem Direktor der St. Elisabeth Academy Mr. Chege getroffen. An diesem Gespräch nahmen auch unsere Vertrauenspersonen John Mbuti und Dr. Judith teil. Beide sind inzwischen Mitglieder unseres Vereins. Wir besprachen die Aufnahme und den organisatorischen Ablauf von ca. 50 Kindern in die neue Schule sowie den Ablauf des Meetings mit den Eltern. Die Bedingungen unserer Zusammenarbeit haben wir in einem Vertrag festgelegt, welcher von beiden Seiten unterzeichnet wurde, z.B. wie geht es nach der 8. Klasse weiter, ab wie viel Punkten sollten die Schüler weiter gefördert werden. Aber auch die Aufnahme eines Deutschunterrichts an dieser Schule war ein Thema. Es waren sehr gute und zielführende Gespräche.

Die Rolle unserer beiden Vertreter an dieser Schule wurde auch besprochen. Ihre Aufgabe ist es, die Geldflüsse zu kontrollieren aber auch zu prüfen, ob die Kinder in die Schule gehen und ordentlich verpflegt werden. Auch bei der Auswahl von neuen Schülern sind sie gleichberechtigter Partner des Direktors. Die Schule selbst befindet sich auf einem sehr großen und schönen Gelände. Die Betreuung beginnt mit dem Kindergarten(Vorschule) und endet mit dem Gymnasium, der 12. Klasse. Der bauliche Zustand der Schule ist eher schlecht und nicht mit der Altenburger Schule zu vergleichen. Aber die Lehrerschaft macht auf uns einen sehr guten und motivierten Eindruck. In einem Ranking der Schulen dieser Region haben die Schüler sehr gut abgeschlossen. Schüler der St. Elisabeth Academy belegten die Plätze 2 und 4. Der beste Schüler der Altenburger Schule belegte den Platz 19. Dies hängt sicherlich mit der großen Lehrerfluktuation zusammen, die laut unseren Informationen weiter anhält. 3 Tage haben wir versucht ein Bankkonto zu eröffnen. Am 3. Tag hat es geklappt. Es sind 4 Personen unterschriftsberechtigt und es müssen immer 2 unterzeichnen. Für das Konto müssen wir keine Gebühren bezahlen. Dieses Konto ist nur für besondere Transaktionen zu verwenden ( Sonder-projekte ). Das Geld für die Beschulung und Verpflegung wird direkt auf das Schulkonto überwiesen.

Am Sonnabend hatten wir dann das Meeting mit den Eltern und den Kindern. Es waren ca. 40 Eltern gekommen. 20 Kinder sind gewechselt, die schon an der alten Schule die gleichen Paten hatten. Nicht gewechselt haben oft Kinder der 8. Klasse, da sie sowieso die Schule verlassen, darunter oft Mädchen, da es die Eltern nicht interessiert, was aus ihnen wird. Es gab auch Eltern, die uns veranlassen wollten, die bestehende Patenschaft für ein Mädchen aufzulösen und dafür ihren Jungen aufzunehmen. Die 25 neuen sind vor allem Geschwisterkinder oder Kinder, die nicht mehr an der alten Schule bleiben wollen. Den Paten, deren Kinder nicht gewechselt haben, wird solch ein neues Kind zugeordnet. Es ist schade, dass sich einige Eltern nicht zum Wechsel entschließen konnten. Auch der Druck aus Altenburg hat hier eine Rolle gespielt. Hier wurde sogar Kindern mit Gefängnis gedroht. Für uns ist das allerwichtigste, einem Kind eine Zukunft zu bieten und darauf liegt das Hauptaugenmerk unseres Handelns. Am 08.11.2016 findet mit den wechselten Schülern in der neuen Schule ein Aufnahmegespräch statt. Hierbei wird der Leistungsstand festgestellt und die Kinder in die entsprechende Klasse eingestuft. Alle Eltern haben mit uns einen schriftlichen Beschulungsvertrag abgeschlossen. Es gäbe noch sehr viel mehr zu berichten, das heben wir uns für die nächste Mitgliederversammlung auf. In den nächsten 14 Tagen werden wir Ihnen einen Patenschaftsvertrag zusenden, hierbei ist auch der Beleg zur Gestattung eines Lastschriftverfahrens.

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